Weinszene Spanien
Während unserer Verkostungsreise im vergangenen Jahr in den Gebieten
Penedés, Montsant und Priorat konnten wir uns nicht nur von der Vielfalt
sondern auch von der sehr hohen Qualität der vorgestellten Weine überzeugen.
Sicherlich mit eines der besten Weingüter war René Barbier. Verkostet haben
wir dort Clos Mogador beginnend mit dem Jahrgang 1997 bis zum aktuellen
Jahrgang: Durch und durch war die Qualität im höchsten Bereich
anzusiedeln.
Daneben konnten wir Manyetes verkosten, ein eher femininer Wein, jedoch mit
der gleichen Klasse wie Clos Mogador. Und: René Barbier erzeugt Weißwein!
Und was für einer!! Aus französischen Rebsorten entstand ein schlichtweg
Klasse zu nennender Wein -Clos Nelin- für höchste Ansprüche.
René Barbier steht sicherlich als Synonym für die Oberklasse der spanischen
Weine. Da er jedoch auch Pionier ist, ähnlich der Stellung Angelo Gajas in
Italien, orientieren sich viele Weinmacher an seiner Philosophie und seinem
sehr hohen Qualitätsdenken.
Überall, nicht nur in den von uns bereisten Gebieten, ist der
Umdenkungsprozess deutlich spürbar. Der vor Jahren entstandene Eindruck von
"Mainstream-Weinen" ist dem Terroirgedanken gewichen. Mehr und mehr werden
wieder eigenständige Weine erzeugt, die der Typizität der spanischen
Weinkultur entsprechen. Und das gilt in allen Preisebenen.
Spanien gilt nach wie vor als das Land mit den meisten
Entwicklungsmöglichkeiten. Das Potenzial ist schier unerschöpflich. Die
großen Meister 'entdecken' bislang eher unbedeutende Landstriche und
produzieren dort schon nach wenigen Jahren Weine höchster Güte. Das
erstaunliche daran ist, dass es sich nicht um 'Einzelfälle' handelt, sondern
die Breite der Spitzenweine immer größer wird.
Daneben gibt es eine große Anzahl relativ junger Kellereien, die
verstärkt ihre Fühler nach Deutschland ausgestreckt haben. Das Interesse
nach deutschen Vertriebspartnern ist derzeit riesengroß. Die mittlerweile
zugesandten und verkosteten Probeflaschen sind sehr viel versprechend.
Daneben steht die ProWein in Düsseldorf vor der Haustüre. Wir sind
gespannt darauf, was es dort an Neuigkeiten geben wird.
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